Die Gesellschaft der Donaufreunde besitzt die Ulmer Schachtel „Ulm“, auf der sie jedes Jahr eine Fahrt bis Krems oder Wien unternimmt. Jedes zweite Jahr folgt dem ersten ein zweiter Fahrtteil bis Ungarn. In unregelmäßigen Abständen wird das Schwarze Meer angesteuert.

Die Organe der Gesellschaft sind ein dreiköpfiger Vorstand und ein Beirat, der fünf bis neun Mitglieder umfasst. Die Gesellschaft zählt zur Zeit etwa 140 Mitglieder. Bevor jemand der Gesellschaft beitreten kann, muss er zweimal als Gast mitgefahren sein. Gäste für eine Schachtelfahrt können ausschließlich von Mitgliedern vorgeschlagen werden. Unter diesen Vorschlägen wählen Vorstand und Beirat aus und laden zur ersten Schachtelfahrt ein. Danach entscheiden Vorstand, Beirat und Mitfahrer, ob eine weitere Einladung erfolgen soll. Erst nach der zweiten Fahrt kann der Aufnahmeantrag gestellt werden, über dessen Annahme oder Ablehnung die jährliche Mitgliederversammlung entscheidet.

Auf vielen Donaufahrten, die seit 1949 jährlich einmal unternommen werden, sind unzählige Beziehungen und partnerschaftliche Verbindungen entstanden. Besonders nach dem Zweiten Weltkrieg waren diese völkerverbindenden Kontakte entlang der Donau sehr wertvoll. Das Beispiel der Donaufreunde hat Schule gemacht: 1990 wurde in Budapest und Komárom eine Gesellschaft der Donaufreunde gegründet, für welche die Ulmer Gesellschaft die Patendienste übernommen hat. Inzwischen gibt es feste Verbindungen zu Städten, Organisationen und einzelnen Personen bis hinab zum Schwarzen Meer. Ein Beispiel für einen höheren Grad der Verbindlichkeit dieser Kontakte ist eine Vereinbarung, welche die Donaufreunde Ulm, die Gesellschaft der Donaufreunde vom Komitat Komárom-Esztergom und die Euroregion Vág-Duna-Ipoly im August 2000 in Neszmély unterzeichnet haben. Zu den Menschen am Strom in allen Ländern der Donau bestehen viele persönliche und enge Freundschaften.